Insel Mainau setzt Zeichen der Solidarität am Tag der indigenen Völker

Bildunterschrift:v.l.n.r. Janayna Schmidt, Bé Ignacio (Vorstand des Vereins ProAmazonia Konstanz), der Oberbürgermeister der Stadt Konstanz Uli Burchardt und Bettina Gräfin Bernadotte bewässern einen Gelben Oleander, der auf der Insel Mainau fortan symbolisch für die Klimapartnerschaft zwischen dem Volk der Borari und der Stadt Konstanz steht.; Copyright: Tim Wehrle

Mit der symbolhaften Bewässerung eines Gelben Oleanders als Zeichen für die Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Konstanz und dem Volk der Borari beging Bettina Gräfin Bernadotte gemeinsam mit Oberbürgermeister Uli Burchardt und dem Verein ProAmazonia im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Palmenhaus der Insel Mainau am 9. August den internationalen Tag der indigenen Völker.

Weltweit werden laut den Vereinten Nationen rund 370 Millionen Menschen indigenen Bevölkerungsgruppen zugerechnet. Ihre Lebensgrundlage ist bedroht: durch den zunehmenden Abbau natürlicher Ressourcen (legal und illegal), die Folgen des Klimawandels und die fehlende Anerkennung ihrer Rechte. Darauf macht jedes Jahr am 9. August der UN-Tag der indigenen Völker aufmerksam. Als weitere Bedrohung kommt dieses Jahr die Corona-Pandemie dazu: Indigenen-Verbände haben hierzu erklärt, dass mehr als 10.000 Ureinwohner mit dem Coronavirus infiziert seien und die Sterblichkeit in dieser Gruppe fast doppelt so hoch sei wie im Rest der Bevölkerung.

Auf Initiative des Vereins ProAmazonia Konstanz wurde der Tag der indigenen Völker am Sonntag zum ersten Mal offiziell in Konstanz begangen: Im Palmenhaus der Insel Mainau gossen Geschäftsführerin Bettina Gräfin Bernadotte und der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt gemeinsam einen Gelben Oleander, der dort fortan symbolisch für die zwischen der Stadt Konstanz und dem brasilianischen Volk der Borari bestehende Klimapartnerschaft steht. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Peru, ist aber mittlerweile im gesamten tropischen Gebiet Südamerikas heimisch und gilt im Amazonasgebiet als Heilpflanze. Den Rahmen der Veranstaltung bildeten Impulsreferate, die über die verheerende Lage des Regenwalds und seiner indigenen Bevölkerung sowie Hilfsprojekte informierten, und Darbietungen indigener Musik über Video vom Chor „Karuana“ vom Volk der Borari mit der Konstanzer Musikerin Bê Ignacio mit Band.

„Als Unternehmen, dem die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr am Herzen liegen, unterstützen wir den Verein ProAmazonia gerne bei seiner wertvollen und wichtigen Arbeit, denn indigene Völker, gerade im Amazonas, sind die besten Hüter der Regenwälder, ihrer Artenvielfalt und ihrer wichtigen Funktion fürs Weltklima. Indigene Völker weltweit verdienen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, sie pflegen Traditionen und wichtige Kulturen“, erklärte Bettina Gräfin Bernadotte. „Im Dezember vergangenen Jahres hat der Gemeinderat die Klimapartnerschaft der Stadt Konstanz mit dem Volk der Borari beschlossen. Es ist schön, mit der besonderen Pflanze nun ein Stück Südamerika hier in Konstanz zu haben, das symbolisch für unsere enge Verbundenheit mit den Borari steht“, sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt. Die brasilianisch-deutsche Sängerin Bê Ignacio, Vorstand des Vereins ProAmazonia Konstanz, freute sich über die Unterstützung bei der Förderung des Klimaschutzes und der Menschenrechte im Amazonas-Regenwald: „Die indigenen Völker brauchen internationale Solidarität bei der Verteidigung ihrer Land- und Menschenrechte. Durch die Veranstaltung wurde deutlich, wie eng wir Menschen vor allem auch in Sachen Klimaschutz miteinander verbunden sind und wie wichtig es ist, hier am selben Strang zu ziehen.“

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